Dodge & Burn – so wird’s gemacht

Beitragsbild zu Dodge und Burn - so wird's gemacht

Veröffentlicht von Frank

Fotograf aus Leidenschaft und Fachbuchautor

7. November 2015

Dodge & Burn – klingt wichtig, oder? Klar, „Aufhellen und Abdunkeln“ beschreibt dasselbe, klingt aber irgendwie… öde. Und „Abwedeln und Nachbelichten“? Klingt nach Dunkelkammer-Nostalgie.

Also bleiben wir doch einfach bei Dodge & Burn – Denglisch ist schließlich cooler.

Die Technik ist übrigens ein alter Hut. Schon in der Dunkelkammer wurde sie genutzt, lange bevor Photoshop & Co. überhaupt ein Thema waren. Heute gibt es unzählige Wege, dein Foto mit Dodge & Burn zu optimieren. Ich zeige dir hier meinen Weg. (Nein, erfunden habe ich ihn nicht – aber ich nutze ihn ständig.)

Und keine Sorge, das hier ist eine der einfachen Varianten. Warum kompliziert, wenn’s auch einfach geht?

Dodge & Burn - so wird's gemacht - Abb. 06

Als Beispiel nehme ich mein Beauty-Porträt „Necklace“, bei dem ich ordentlich mit dieser Technik gearbeitet habe. Siehst du auf dem rechten Bild. Und die Vorarbeiten? Sparen wir uns. Hier geht’s nur um Dodge & Burn!

Dodge & Burn – Los geht’s

Zunächst erstelle ich eine neue, leere Ebene über meiner Hintergrund-Ebene. Alle Vorarbeiten habe ich in einer Ebene zusammengefasst und als Hintergrund-Ebene gespeichert.

Der neuen Ebene habe ich direkt einen passenden Namen gegeben und den Ebenenmodus auf Weiches Licht gesetzt.

Je nach gewünschter Wirkung kann ich zwischen einer intensiven oder einer sanfteren Variante wählen. Eine weiche, sanfte Wirkung erreiche ich mit dem Ebenenmodus Weiches Licht. Soll der Effekt kräftiger sein, stelle ich den Ebenenmodus auf Ineinanderkopieren.

Dodge & Burn - so wird's gemacht - Abb. 01

Über Umschalt + F5 oder das Menü Bearbeiten → Fläche füllen… lässt sich die soeben erstellte Ebene mit Farbe füllen.

Als Inhalt wird 50 % Grau gewählt, während alle anderen Einstellungen unverändert bleiben.

Nach einem Klick auf OK wird die Ebene mit 50 % Grau gefüllt. Da der Ebenenmodus auf „Weiches Licht“ steht, bleibt das neutrale Grau im Bild unsichtbar.

Dodge & Burn - so wird's gemacht - Abb. 02

Jetzt kommt das Abwedler-Werkzeug!

Mit dem Abwedler (Dodge) helle ich gezielt die helleren Bereiche weiter auf. Daher stelle ich den Bereich auf Lichter. Bei der Belichtung arbeite ich vorsichtig und wähle meist einen Wert um die 20 % – je nach Bild manchmal etwas mehr oder weniger.

Abschließend aktiviere ich den Schutz der Tonwerte.

Dodge & Burn - so wird's gemacht - Abb. 03

Ich möchte die Mitte des Gesichts in meinem Beauty-Porträt aufhellen. Dafür wähle ich eine passende Werkzeuggröße und eine weiche Werkzeugspitze.

Nun gehe ich gezielt über die gewünschten Bereiche – jedoch nicht in einem einzigen Zug, sondern punktuell und mit sanften, ziehenden Bewegungen. Dieser Prozess erfordert Zeit und Geduld, denn ein einfacher Pinselstrich genügt hier nicht.

Dodge & Burn - so wird's gemacht - Abb. 04

Mit dem Nachbelichter-Werkzeug (Burn) arbeite ich ähnlich wie mit dem Abwedler, wähle jedoch die Tiefen aus.

Anschließend fahre ich vorsichtig über die Bereiche, die abgedunkelt werden sollen.

Dodge & Burn - so wird's gemacht - Abb. 05

Dodge & Burn – Mein Finish

Hier ist das fertige Ergebnis! Durch Dodge & Burn habe ich lediglich Lichter und Schatten verstärkt.

Welche Bereiche ihr mit dem Abwedler und Nachbelichter bearbeitet, bleibt euch und euren Fotos überlassen. Ich empfehle jedoch grundsätzlich, die Lichtwirkung gezielt zu unterstützen und zu verstärken – einfach ausprobieren!

Ihr könnt auch mehrere Dodge-&-Burn-Ebenen anlegen. Nicht alles muss in einem einzigen Schritt erfolgen, und schon gar nicht auf nur einer Ebene.

Übrigens: Diese Technik eignet sich für jedes Foto – ob Porträt oder Alpen-Panorama, ganz egal!

„Necklace” | Chrissy by Frank Eckgold

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